Philipp von Steinaecker
Sinfoniekonzert

Montag, 07. Dezember 2015

20.00, Theater, Chur

Schubert – Webern – Brahms. Auf den ersten Blick scheinen die drei Komponisten nicht allzu viel miteinander zu tun zu haben, auf den zweiten und dritten dafür umso mehr: Der lyrische Tonfall verbindet jenseits aller äusserlichen Unterschiede die Musik Franz Schuberts mit der Anton Weberns, und prompt hat Webern auch einige der bekanntesten Lieder Schuberts in feinsinnige Kammerorchestergesänge verwandelt.

Der Tenor Andrew Staples, der als einer der vielseitigsten englischen Sänger unserer Tage gerühmt wird, ist der Solist.

Weberns eigene Sätze für Streichorchester waren ursprünglich eine Art Streich- quartett – und da beantwortet der Vorden- ker Webern die ausladende musikalische Geschwätzigkeit manches komponieren- den Kollegen mit extremer Konzentration: Weniger ist manchmal mehr, und das gilt für Töne ebenso wie für Worte.

Wenige Töne mit viel Sinn zu füllen – das hat auch den «konservativen Revolutionär» Johannes Brahms umgetrieben. Bis er jedoch wagte, eine Sinfonie vor das Publikum zu schicken, nahm er erst einmal zwei Anläufe mit «Serenaden», die nicht immer glaubhaft erklären: «Ich bin keine Sinfonie!»


Philipp von
Steinaecker


Andrew Staples



			
		

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