Gastspiel
Sinfoniekonzert

Freitag, 14. Oktober 2016

19.30 Uhr, Tonhalle, Zürich

Mendelssohn schreibt eine Märchen-Ouvertüre? Kein Wunder, gleicht doch seine Karriere ebenfalls einem Märchen: Reich begabt und gefördert von der wohlhabenden bürgerlichen Familie standen ihm als Musiker alle Tore offen.

Ein Pianisten-Märchen schien sich anzukündigen, als Chopin sein erstes Klavierkonzert schrieb (das fälschlich die Nr. 2 trägt): Der polnische Superpianist schwelgte in Klavierphrasen, die das Orchester manchmal vergessen liessen, und schwang sich zu musikalischen Höhenflügen auf, die Aleksandra Mikulska, polnische Pianistin und Chopin-Spezialistin, nacherleben lässt.

Als Robert Schumann 1851 seine «vierte» Sinfonie veröffentlichte, war das schon eine Reminiszenz an frühere, unbeschwerte Tage: Der märchenhafte Schmetterlingsflügelschmelz der «Vierten», der in der Originalfassung von 1841 noch viel schöner zur Geltung kommt, war inzwischen längst von der bitteren Realität eingeholt worden.


Philippe Bach

 

Aleksandra Mikulska
Aleksandra Mikulska



			
		

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