Dies natalis
Winterkonzert

Freitag, 30. Dezember 2016

20.00, Reformierte Kirche, Scuol

Musik aus den deutschsprachigen Ländern konnte in England öfters grosse Karriere machen: Georg Friedrich Händel erlebte Höhepunkte seiner Karriere in der britischen Metropole, und auch Joseph Haydn konnte in London mindestens ebenso grosse Erfolge feiern wie in Paris. Seine letzte Sinfonie – im Werkverzeichnis die Nummer 104 – schrieb er explizit für London, und sie gilt vielen Haydn-Enthusiasten als seine beste und als sein ultimatives sinfonisches Vermächtnis.

Musik, die den Ärmelkanal in der anderen Richtung überquerte – da denkt man vielleicht an den genialen Barockkomponisten Henry Purcell oder die «imperialen Romantiker» Edward Elgar oder Ralph Vaughan Williams, nicht aber an Feingeister wie Gerald Finzi: Der hielt sich fern von den allzu repräsentativen Tönen seiner Zeitgenossen und komponierte eher klein besetzte Werke. In seiner Kantate «Dies natalis» schildert er mit Worten des englischen Metaphysikers Thomas Traherne die Welt aus der Perspektive eines Kindes. Anne Ellersiek konnte für die Gesangspartie gewonnen werden.

Gustav Holst hielt sein weltberühmtes Orchesterstück «Die Planeten» nicht für sein bestes Werk. Unproblematischer, direkter und zugänglicher komponierte der Musikdirektor der St. Paul’s Mädchenschule in Hammersmith für «sein» Orchester dort.


Philippe Bach

Anne Ellersiek
Anne Ellersiek



			
		

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